Agrar- und Umweltrecht

Rechtliche Besonderheiten des Pferdekaufs unter besonderer Berücksichtigung der tierärztlichen Kaufuntersuchung

Rechtliche Besonderheiten des Pferdekaufs unter besonderer Berücksichtigung der tierärztlichen Kaufuntersuchung

Von der Schuldrechtsreform im Jahre 2002 waren viele Bereiche des täglichen Lebens betroffen – besondere Auswirkungen hatte die Reform jedoch auf den Pferdekauf.
Dies liegt zum einen an der historischen Entwicklung des Pferdekaufs. Denn über Jahrhunderte hinweg waren Pferde nicht nur begehrte Handelsgüter, sondern auch unverzichtbare Motoren für die Entwicklung einer jeden Gesellschaft. Somit wurden eigens für den Pferde- und Viehkauf bereits in der Antike Sonderrechte geschaffen. Diese Sonderstellung kam auch zum Ausdruck bei der Entstehung des Bürgerlichen Gesetzbuches zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hier wurde unter Einbeziehung von Rechtsgelehrten und Veterinärmedizinern darüber gestritten, ob ein deutsch-rechtliches System mit sog. Mängellisten oder ein römisch-rechtliches System zu bevorzugen sei. Während die Tierärzteschaft sich für letzteres aussprach, wurde schließlich dem deutsch-rechtlichen System der Vorzug gegeben und zugleich alle zur Rückabwicklung berechtigenden Erkrankungen in einer kaiserlichen Viehmängelverordnung manifestiert. Hintergrund für diese Entscheidung war die Befürchtung, es werde andernfalls zu langwierigen Sachverständigenprozessen kommen, die den wichtigen Wirtschaftszweig des Vieh- und Pferdehandels lähmen würden.

Das Tierzuchtrecht in der Bundesrepublik Deutschland

Das Tierzuchtrecht in der Bundesrepublik Deutschland

Die tierzuchtrechtliche Sammlung ist hiermit auf den Stand vom August 2016 gebracht.
In diese Ergänzungslieferung sind aufgenommen kleine Korrekturen zu Nrn. 30, 74.
Die neue VO der EU VO (EU) 2016/1012 ist der Schwerpunkt dieser Lieferung.
Sie wird dem Bund und den Ländern Grundlage sein zur Umsetzung in deutsches Recht. Die jetzigen Bestimmungen gelten noch ca. 2 Jahre wie bisher weiter.