Nachbarrecht in Deutschland Teil 3: Öffentlich-rechtliches Nachbarrecht

Nachbarrecht in Deutschland Teil 3: Öffentlich-rechtliches Nachbarrecht

Das Nachbarrecht ist auch für Juristen eine relativ schwierige und erläuterungsbedürftige Rechtsmaterie, weil sie weit verzweigt im privaten und öffentlichen Recht geregelt ist. Höhere Empfindsamkeit und die ständige Zunahme an Lärmquellen erhöhen bei Menschen den Wunsch nach gründlichen Informationen über seine Abwehrrechte. Dabei zeigt die Praxis, dass Gerichte Urteile fällen, aber Emotionen nicht abbauen können. Die nachbarrechtlichen Gesetze sind eine Art Friedensordnung, die dafür Sorge tragen sollen, dass gerade bei widerstreitenden Interessenlagen jeder zu seinem Recht kommt und trotzdem Rücksicht auf die Belange des anderen genommen wird. So erfreut uns das Musizieren der Nachbarn, das lustige Spielen der Kinder, der schöne Anblick von Bäumen und Sträuchern, eine mit Getreide bestandene landwirtschaftliche Fläche und das Herumtollen von Hunden und Katzen immer wieder.

Rechtliche Besonderheiten des Pferdekaufs unter besonderer Berücksichtigung der tierärztlichen Kaufuntersuchung

Rechtliche Besonderheiten des Pferdekaufs unter besonderer Berücksichtigung der tierärztlichen Kaufuntersuchung

Von der Schuldrechtsreform im Jahre 2002 waren viele Bereiche des täglichen Lebens betroffen – besondere Auswirkungen hatte die Reform jedoch auf den Pferdekauf.
Dies liegt zum einen an der historischen Entwicklung des Pferdekaufs. Denn über Jahrhunderte hinweg waren Pferde nicht nur begehrte Handelsgüter, sondern auch unverzichtbare Motoren für die Entwicklung einer jeden Gesellschaft. Somit wurden eigens für den Pferde- und Viehkauf bereits in der Antike Sonderrechte geschaffen. Diese Sonderstellung kam auch zum Ausdruck bei der Entstehung des Bürgerlichen Gesetzbuches zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hier wurde unter Einbeziehung von Rechtsgelehrten und Veterinärmedizinern darüber gestritten, ob ein deutsch-rechtliches System mit sog. Mängellisten oder ein römisch-rechtliches System zu bevorzugen sei. Während die Tierärzteschaft sich für letzteres aussprach, wurde schließlich dem deutsch-rechtlichen System der Vorzug gegeben und zugleich alle zur Rückabwicklung berechtigenden Erkrankungen in einer kaiserlichen Viehmängelverordnung manifestiert. Hintergrund für diese Entscheidung war die Befürchtung, es werde andernfalls zu langwierigen Sachverständigenprozessen kommen, die den wichtigen Wirtschaftszweig des Vieh- und Pferdehandels lähmen würden.

Das Tierzuchtrecht in der Bundesrepublik Deutschland

Das Tierzuchtrecht in der Bundesrepublik Deutschland

Die tierzuchtrechtliche Sammlung ist hiermit auf den Stand vom August 2016 gebracht.
In diese Ergänzungslieferung sind aufgenommen kleine Korrekturen zu Nrn. 30, 74.
Die neue VO der EU VO (EU) 2016/1012 ist der Schwerpunkt dieser Lieferung.
Sie wird dem Bund und den Ländern Grundlage sein zur Umsetzung in deutsches Recht. Die jetzigen Bestimmungen gelten noch ca. 2 Jahre wie bisher weiter.