Der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Borchert leitet die Kommission „Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung“. Diese hat nun einen Vorschlag vorgelegt, der auf den grundlegenden Umbau der Tierhaltung innerhalb der beiden nächsten Jahrzehnte zielt. Es gelte, so die Kommission bei der Vorstellung ihres Vorschlags, die Nutztierhaltung in Einklang mit geänderten gesellschaftlichen Erwartungen zu bringen, dabei den Tierhaltern eine wirtschaftliche Perspektive zu gewährleisten. Es sei unumgänglich, die Tierwohlförderung „massiv und verlässlich auszubauen“. Dabei müssten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die anfallenden Mehrkosten auszugleichen, die Tierhalter auch finanziell unterstützt werden. Es gelte, deren Investitionen zu fördern und auch Tierwohlprämien einzuführen. Die Refinanzierung könne, so das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung, über eine mengenbezogene Abgabe auf tierische Produkte erfolgen („Tierwohlabgabe“).

Das umfangreiche Papier vom 11.02.2020 („Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung“) kann im Internet aufgerufen werden unter https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Tier/TierzuchtTierhaltung/empfehlungen-kompetenznetzwerk-nutztierhaltung.html