Das Statistische Bundesamt hat am 21.01.2021 das Ergebnis der Landwirtschaftszählung 2020 vorgestellt. Daraus ergibt sich:

    • In den vergangenen 10 Jahren ist die Zahl der Höfe in Deutschland um 12 % gesunken, so dass sie nunmehr rd. 263.500 beträgt. Der Schrumpfprozess hat allerdings in den letzten fünf Jahren an Geschwindigkeit verloren. In dem Zusammenhang steht aber nach wie vor die Studie der DZ Bank aus 2020 im Raum. Danach soll sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe bis 2040 auf 100.000 verringern.
    • Die durchschnittliche Flächenausstattung hat sich im Lauf der letzten 10 Jahre von rd. 56 ha im Jahr 2010 auf 63 ha im Jahr 2020 erhöht.
    • Der Strukturwandel betrifft vornehmlich Betriebe mit Tierhaltung. Deren Zahl ist von 2010 bis 2020 um 22 % gesunken auf nunmehr rd. 167.900. Da die Tierbestände als solche weniger stark schrumpfen, halten die verbleibenden Betriebe inzwischen deutlich mehr Tiere. Ein Schweinehalter wirtschaftete z.B. 2010 mit durchschnittlich 459 Schweinen; 2020 hielt er im Durchschnitt 827 Schweine.
    • Während in der Schweinehaltung der Anteil der Ställe mit Spaltenböden noch einmal zugenommen hat, sind die Haltungsformen ansonsten deutlich artgerechter geworden. Rinder werden zunehmend häufiger in Laufställen gehalten, immer mehr Hühner leben in Freiland- oder Bodenhaltung. Der Anteil der Biotierhalter ist von 2010 bis 2020 von 6 % auf 10 % der insgesamt tierhaltenden Betriebe gestiegen.
    • Der ökologische Landbau boomt. 2020 haben rd. 26.400 Betriebe ökologisch gewirtschaftet; das entspricht im Abgleich mit 2010 einer Zunahme von 60 %. In dem Zusammenhang ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen nun auf nahezu 10 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche angewachsen.
    • Die Zahl der in der Landwirtschaft tätigen Personen ist 2020 unter die Millionengrenze gesunken, nämlich auf rd. 935.000. Das sind im Abgleich mit 2010 rd. 1/8 weniger.