Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin informiert regelmäßig über den Stand des ökologischen Landbaus. Per Stichtag 30.06.2020 hat das Ministerium ermittelt, dass rd. 174.000 ha ökologisch bewirtschaftet werden. Das sind knapp 13 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in dem Bundesland. Mit etwa 13 % Öko-Landbau liegt Mecklenburg-Vorpommern erheblich über dem Bundesdurchschnitt von aktuell rd. 9,7 %.

Auf den knapp 174.000 ha wirtschaften 1.070 zertifizierte Öko-Landwirtschaftsbetriebe. Deren Zahl hat sich seit 2019 um 50 Betriebe vermehrt.

Nachgeschaltet sind mittlerweile in Mecklenburg-Vorpommern weit mehr als 200 „biozertifizierte Verarbeitungsbetriebe“, also Bäcker, Metzger, Molkereien, Mühlen, aber auch Gaststätten/Restaurants.

In dem Zusammenhang erwägt das Landwirtschaftsministerium, den Öko-Landbau weiter zu stärken. Über die Verpachtung landeseigener Flächen soll zukünftig auch unter Berücksichtigung ökologischer Erfordernisse entschieden werden. Dementsprechend will der Landwirtschaftsminister auf eine landesweite Neuregelung der Verpachtung der landeseigenen Agrarflächen hinwirken. Im Übrigen strebt das Land an, einen zunehmenden Flächenanteil aus der Verpachtung für landwirtschaftliche Zwecke auszunehmen, um diese Flächen aufzuforsten, wieder zu vernässen oder anderen „natürlichen“ Nutzungen im Interesse der Umsetzung der Klimaziele zuzuführen.