Das zwischen der EU und den sog. Mercosur-Staaten (Gemeinsamer Markt Südamerika: Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela sind Mitglieder; Chile, Bolivien Peru, Kolumbien, Ecuador sind assoziierte Staaten) ausgehandelte Freihandelsabkommen (News vom 08.07.2019) wird wohl im EU-Parlament keine Mehrheit finden. Dann unterbleiben die erheblichen zusätzlichen Fleischimporte aus den Mercosur-Staaten, die bereits auf nachhaltige Kritik der berufsständischen Verbände gestoßen waren. Es gibt in wohl fast allen Fraktionen im EU-Parlament starke Gegenstimmen. Frankreich (als Mitgliedstaat) lehnt das Mercosur-Abkommen inzwischen grundsätzlich ab und auch die anderen Mitgliedstaaten sind in ihrer Einschätzung schwankend geworden. Das wird insbesondere befördert durch die Haltung der brasilianischen Regierung, die nach Meinung insbesondere der Umweltpolitiker wohl aller Fraktionen im EU-Parlament nicht energisch genug für den Erhalt des Regenwaldes eintritt.

Mercosur-Abkommen: Scheitern der Ratifizierung erwartet