Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben sich mehrheitlich für verbindliche Vorgaben zur Reduzierung des Methanausstoßes in der EU ausgesprochen. In einer Entschließung zur EU-Strategie zur Verringerung der Methanemissionen, die am 21.10.2021 angenommen wurde, fordern die Abgeordneten die Kommission dazu auf, Maßnahmen und Methanreduktionsziele für alle Sektoren vorzuschlagen. Ziel sei es, die Methanemissionen in der EU bis 2030 in Übereinstimmung mit dem Pariser Abkommen deutlich zu reduzieren.

Die Landwirtschaft macht den größten Anteil an anthropogenen Methanemissionen in der EU aus ­– vor allem durch die Viehzucht, insbesondere durch Wiederkäuer, und bietet das zweithöchste Potenzial zur Reduzierung der Methanemissionen insgesamt. Die Abgeordneten fordern daher neue Maßnahmen in den Mitgliedstaaten, um diese Emissionen zu minimieren. Gleichzeitig soll jedoch sichergestellt werden, dass die Lebensmittelproduktion nicht in Länder außerhalb der EU verlagert wird, indem Importe aus Nicht-EU-Ländern die gleichen hohen Standards wie in der EU hergestellte Produkte erfüllen sollen.