Die Bundesministerien für Umwelt und Landwirtschaft haben den Nitratbericht 2020 erstellt, dessen Veröffentlichung bevorsteht. Beide Ministerien stimmen in der Einschätzung überein, dass die Nitratbelastung des Grundwassers „weiterhin zu hoch“ sei. Es zeichne sich allerdings in dem Berichtszeitraum von 2016 bis 2018 ein sinkender, also positiver Trend ab. Im vorangegangenen dreijährigen Berichtszeitraum hätten noch mehr als 28 % der Messstellen des sog. EU-Nitratmessnetzes das Qualitätsziel der EU-Nitratrichtlinie von 50 mg/l „gerissen“. Dieser Prozentsatz sei jetzt auf 26,7 % gesunken.

Belastungsschwerpunkte finden sich überwiegend auf landwirtschaftlich genutzten Flächen; Waldflächen und Siedlungsflächen seien signifikant seltener hochbelastet.

Die berufsständischen Verbände begrüßen die positive Tendenz, die sich abzeichne. Sie beklagen in dem Zusammenhang erneut die mangelnde Repräsentativität des Messnetzes, die zu rechtlich fragwürdigen Festlegungen Roter Gebiete nach der novellierten DüngeVO geführt habe. Das gelte es zu korrigieren, den Landwirten im Übrigen einzelbetriebliche Nachweise zu ermöglichen, um Auflagen zu vermeiden oder deren Auswirkungen abzumindern.