Das Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde hat nun im Auftrag des BMEL die Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2020 vorgestellt. Diese können nachgelesen werden unter https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/ergebnisse-waldzustandserhebung-2020.html.

Nach dieser aktuellen Erhebung hat sich der Kronenzustand bei vielen Baumarten durch Hitze und Trockenheit weiter verschlechtert. Mittlerweile wiesen, so die Gutachter, vier von fünf Bäumen lichte Kronen auf. Bei 37 % der Bäume seien die Verlichtungen sogar deutlich ausgeprägt, ein Viertel der Blätter oder Nadeln sei vorzeitig abgefallen. Vor allem ältere Wälder seien von Absterbeerscheinungen betroffen. Auch bei jüngeren Beständen bestätige sich der negative Trend.

Unter den Laubbäumen werde zunehmend vor allem die Buche durch Kronenverlichtungen geschädigt. Was das Nadelholz angeht, so sei die Verlichtung bei der Fichte kontinuierlich gewachsen. Die Fichte sterbe auch in zunehmendem Maße ab. Kiefer und andere Nadelbäume zeigten, so das Thünen-Institut, keinen klaren aussagekräftigen Trend.

Das BMEL als Auftraggeber hat festgestellt, dass die Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2020 zu den schlechtesten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1984 gehörten.